Billard Sport Club Pfaffenhofen

Vorübergehende Schließung des Vereinslokals

Pfaffenhofen, 16.3.2020

Am 16.3.2020 hat die Bayerische Staatsregierung den Katastrophenfall ausgerufen. Solange dieser Zustand aufrecht erhalten wird, dürfen die Vereinsräume nicht betreten werden.

Der Katastrophenfall gilt vorerst bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020.

Carina Bürgel ist Bayerische Meisterin 2020

Pfaffenhofen, 3.3.2020

Nach vielen Anläufen hat es endlich geklappt: Carina Bürgel vom Billard-Sport-Club Pfaffenhofen ist Bayerische Meisterin in der Freien Partie der Damen. Erfolgreich war auch die Oberliga-Mannschaft im Dreiband. Johann Reiter schrammte an seiner dritten Goldmedaille in den Bayerischen Meisterschaften vorbei.

  • 2020_BayM_FP_Damen_Carina_BürgelBayerische Meisterschaft Damen 2020

Auf heimischen Brettern kämpften neben Bürgel noch ihre Vereinskameradin Iris Egert sowie Helga Probst und Ulrike Steinberger-Illison, beide vom BC Kempten, um den Titel. In der ersten Partie gegen Probst zeigte Bürgel ihre beste Leistung und ließ keinen Zweifel an einem Sieg aufkommen. In der zweiten Partie gegen Domes schlichen sich etwas mehr Fehler bei Bürgel ein. Doch auch hier stand am Ende ein verdienter Sieg über ihre Gegnerin, die nicht ihren besten Tag erwischt hatte. In der letzten Runde traf Bürgel auf die Vorjahressiegerin Steinberger-Illison. Die Kemptenerin hätte bei einem hohen Sieg über die Pfaffenhofenerin noch die Meisterschaft gewinnen können, wonach es kurz vor Ende der Partie sogar aussah. Aber Bürgel holte ihren Rückstand rasch wieder auf, gewann knapp mit sechs Punkten Vorsprung auch ihre dritte Partie und machte ihre erste Bayerische Meisterschaft perfekt.

In der Oberliga war die Dreibandmannschaft des BSC auswärts gegen Fürth-Poppenreuth erfolgreich. In der Hinrunde mussten sich die Pfaffenhofener noch mit einem Unentschieden zufrieden geben. Johann Reiter auf Brett 1 kam nicht richtig ins Spiel und gab seine Partie gegen Jürgen Seifert deutlich ab. Ebenso erging es Tobias Domes auf Brett 3 gegen Christof Jungbauer. Dafür retteten Christoph Reith und Karl-Heinz Hörskens mit gutem Spiel zumindest einen wichtigen Mannschaftspunkt.
Im Rückspiel waren Reith und Hörskens die Besseren, wobei Hörskens mit 34:21 Punkten und einem GD von 0,68 eine Klasseleistung bot. Übertroffen wurde sie allerdings von Tobias Domes: Mit einem ebenso spannenden, wie hauchdünnen 38:37 in 50 Aufnahmen machte er den ersten Mannschaftserfolg in dieser Saison klar. Damit konnte der BSC die rote Laterne an die Gastgeber abgeben und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt vornehmen.

In der Bayerischen Meisterschaft im Einband reichte es für Johann Reiter dieses Mal lediglich zu Platz drei. Mit jeweils zwei gewonnenen Partien waren am Ende drei Spieler punktgleich. In der Unterbewertung hatten jedoch der Titelgewinner Joachim Back, sowie Marcel Back, beide vom ATSV Erlangen, einen besseren Generaldurchschnitt und zogen an Reiter vorbei. Der viert-platzierte Markus Zieker vom BC Neu-Ulm blieb sieglos.

Billard-Nachwuchs drängt nach vorne

Gleich in seinem ersten offiziellen Turnier geht der 16-jährige Lucas Egert vom Billard-Sport-Club Pfaffenhofen als klarer Sieger hervor und lässt viele erfahrenere Spieler hinter sich.

  • 2019_BM_FP_Kl5_Lucas_EgertLucas Egert

Das war ein Auftakt nach Maß: In der Bezirksmeisterschaft Freie Partie Klasse 5 gelang Egert ein Start-Ziel-Sieg. Er gewann jede seiner Partien und setzte sich klar an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Mit Josef Felbermeier hatte der Nachwuchsspieler wenig Mühe und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Gegen den gleichaltrigen Alexander Nowak lief es anfänglich nicht so gut. In der lange ausgeglichenen Partie konnte sich Egert erst im letzten Drittel absetzen und als Gewinner vom Brett gehen. Ähnlich lief es gegen Carina Bürgel, die Egert einiges abverlangte. Beide lagen in der 18. Aufnahme noch gleich auf. Dann aber befreite sich der Youngster regelrecht: Mit 30 Punkten in nur fünf Aufnahmen stieß er die Partie vorzeitig aus.

Gegen Ende des Turniers kamen die stärksten Gegner an die Reihe: Wolfgang Reindl, nach der Papierform klar der beste Teilnehmer von allen, war eigentlich nicht zu schlagen. Gegen Felbermeier hatte Reindl mit einer Höchstserie von 46 und einem Durchschnitt von 6,25 die Bestmarken an diesem Tag aufgestellt. Egert ließ sich davon wenig beeindrucken. Er punktete beständig, wenn auch ohne "Ausreißer" nach oben, und leistete sich wenig Fehlaufnahmen. Das war der Schlüssel zu einem weiteren Erfolg: Mit 75:61 in 17 Aufnahmen lieferte Egert seine bislang beste Partie ab und sorgte für den einzigen Punktverlust Reindls in dieser Meisterschaft.

In der Finalpartie gegen Wolfgang Pillmayer war die Nervosität beiden Akteuren anzumerken. Die Finalisten spielten nicht mehr ihr bestes Billard. Sie waren eher versucht dem Gegner wenig Chancen zu überlassen. Abermals konnte Egert am Ende noch einmal davon ziehen und mit 63:41 nicht nur das letzte Spiel, sondern auch den Gesamtsieg perfekt machen.

Auf den Plätzen landeten Wolfgang Reindl und Wolfgang Pillmayer. Unglücklich lief es für den weiteren Nachwuchsspieler im Feld, Alexander Nowak, der sich mit dem sechsten Platz begnügen musste. Er verlor mehrere Partien knapp - hatte sogar Pillmayer kurz vor der Niederlage - doch ein Quäntchen Glück hat dieses Mal einfach gefehlt.

Mit dem Turniersieg hat sich Lucas Egert für die nächsthöhere Spielklasse qualifiziert. Auch wenn dort weit stärkere Spieler auf ihn warten, kann er in seiner ersten Saison zumindest wertvolle Erfahrungen sammeln. Und einen Egert muss man auch erst einmal schlagen.

 

Der Artikel ist in leicht abgeänderter Form auch auf Pfaffenhofen-Today erschienen.

Lucas und Alexander räumen bei Bayerischer Jugendmeisterschaft ab

Pfaffenhofen, 13.11.2019

Die Jugendlichen des Billard-Sport-Club Pfaffenhofen sind von den Bayerischen Jugendmeisterschaften mit zweimal Gold und zweimal Silber heimgekehrt. Johann Reiter belegte auf der Deutschen Meisterschaft zweimal einen achtbaren sechsten Platz und in der Bezirksliga wurde Werner Bach Bezirksmeister im Einband.

  • 2019_BayJM_SiegerfotoBayerische Jugendmeisterschaft 2019

Der BSC Pfaffenhofen hat gerade eine sehr erfolgreiche Phase hinter sich gebracht. Die Stars sind hierbei der Nachwuchs: Lucas Egert wird im Dreiband auf dem Großbrett Bayerischer Meister in der Altersklasse U17, sein Vereinskamerad Alexander Nowak wird zweiter. Dabei lieferte Egert in seiner letzten Partie mit einem GD von 0,55 sogar Oberliga-Niveau ab. In der Disziplin Freie Partie der U19 holt Egert abermals Gold. Nowak wird erneut zweiter und musste sich nur Egert geschlagen geben. Die übrigen Teilnehmer waren den Pfaffenhofenern deutlich unterlegen und hatten am Ausgang des Turniers keinen Einfluss. Dritter wurde Jonathan Claus vom TSV Ingolstadt.

Nicht ganz so gut erging es Johann Reiter bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen. Hier war für den Pfaffenhofener Spitzenspieler bereits in den Vorrunden Schluss. Während er in der Freien Partie sieglos blieb, konnte er im Cadre 35/2 gegen Enrico Hucke (Erfurt) immerhin einen Achtungserfolg erzielen. Doch nach Niederlagen gegen den späteren Turniersieger Helmut Künstler (BSC Merzenich) sowie den Drittplatzierten Toralf Reinhardt (Borussia Pankow) war ihm der Einzug ins Halbfinale verwehrt.

Werner Bach nahm erstmals in der Bezirksmeisterschaft in der Disziplin Einband Kl. 2/3 teil und kehrte gleich als Sieger zurück. Beim BC Neu-Ulm konnte er all seine Gegner bezwingen. Darunter waren so bekannte Namen wie Reinhold Lemke und Günter Kristavcnik - beide vom gastgebenden Verein - die in ihrer Glanzzeit zur bayerischen Spitze gehörten. Nach seinem Sieg in der Freien Partie Kl. 4 ist dies bereits der zweite Turniererfolg Bachs in dieser Saison. Falls diese Formkurve anhält, lässt das auf einen aussichtsreichen Verlauf der im Januar beginnenden Bezirksliga hoffen.

Reiter ist zweifacher Bayerischer Meister

Johann Reiter vom Billard-Sport-Club Pfaffenhofen ist zweifacher Bayerischer Meister in den Cadre-Disziplinen. Dabei gewinnt er bereits zum sechsten Mal in Folge die Goldmedaille im Cadre 35/2.

Den ersten Titel dieser Saison holte sich Reiter auswärts beim BC Neu-Ulm in der Disziplin Cadre 52/2. In der Gruppenphase blieb der Pfaffenhofener noch etwas unter seinen Möglichkeiten. Mit den Gegnern Reinhold Lemke und Günter Kristavcnik, beide vom gastgebenden Verein, hatte Reiter zwar wenig Probleme und gewann seine Spiele deutlich. Allerdings benötigte er zwischen 13 und 15 Aufnahmen für die auf 200 Points angesetzten Partien, während in der anderen Gruppe sein Dauerrivale, der Lokalmatador Adrian Ryll, Billard vom Feinsten zeigte. Ryll ließ seinen beiden Mitspielern Markus Zieker und Reinmar Hess keine Chance und zog mit einem GD von über 30 als klarer Favorit ins Finale ein. Doch gegen den BSC'ler verließen den Neu-Ulmer bald die Kräfte. Wie so oft konnte Reiter in der entscheidenden Partie seine Fähigkeiten abrufen und mit 200:53 in acht Aufnahmen einen ungefährdeten Turniersieg einfahren.

Die in Pfaffenhofen ausgetragene Bayerische Meisterschaft Cadre 35/2 hätte ein Abziehbild des vorhergehenden Turniers sein können. Erneut waren Reiter und Ryll die Favoriten im Teilnehmerfeld. Reiter zog mit durchschnittlichem Spiel ins Finale ein während Ryll groß aufspielte und mit einer Höchstserie von 168 Points die Turnierbestmarke setzte. Am Ende hatte aber wieder der Pfaffenhofener die Nase vorn und schnappte dem Neu-Ulmer mit 250:81 in sieben Aufnahmen einen weiteren Titel vor der Nase weg.

Als nächstes steht für den Ausnahmespieler des BSC Pfaffenhofen die ungleich schwerere Disziplin Cadre 47/2 auf dem Großbrett an. Gegen den mehrfachen deutschen Meister Dieter Steinberger ist Reiter hier eher in der Verfolgerrolle.

Absage aller Turniere

Wegen der Gefahren des Corona-Virus hat der Bayerische Billard-Verband den Spielbetrieb bis einschließlich 19.4.2020 abgesagt.

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